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PVC Recycling-Initiative weiter gestärkt
| Rewindo, der freiwillige Zusammenschluss führender deutscher PVC-Fensterprofilhersteller, hat in den vergangenen Jahren wesentlich zur sehr positiven Entwicklung beim Recycling von Altfenstern beigetragen. Durch den Beitritt des Systemgebers Rehau sind nun alle bedeutenden deutschen Systemgeber in der Recyclinginitiative vertreten. |
Gemeinsames Ziel der in der Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH vereinten Kunststoffprofil- hersteller ist, die Recyclingquote von ausgebauten Fenstern, Türen und Rollladen aus Kunststoff kontinuierlich zu erhöhen. Mit Blick auf diese Vorgabe hat die Initiative durch den Beitritt der Rehau AG + Co., die bisher ein eigenes Rücknahmesystem betrieb, nun einen weiteren wichtigen Schritt gemacht. Die Fensterbranche und die Alt-Gesellschafter der Rewindo, zu denen auch die VEKA AG zählt, begrüßen den Beitritt von Rehau als Ausdruck der gemeinsamen Produktverantwortung. „Wir können jetzt nicht nur, wie bisher, von einer vorbildlichen, sondern künftig auch von einer nahezu die gesamte Branche umfassenden Lösung für das werkstoffliche Recycling von PVC-Fenstern, -Türen und -Rollladen sprechen“, erklärt Rewindo-Geschäftsführer Michael Vetter in einer im Mai 2011 herausgegebenen Pressemitteilung.
Für Rewindo und seine Partner beginnt damit nach eigenen Aussagen zugleich ein Prozess der Weiter- entwicklung von technischem Know-how im Kunst- stofffenster-Recycling. Es gilt, bei Rahmenmaterialien, die aus PVC im Verbund mit Glasfasern bestehen, wie beispielsweise das Rehau-System Geneo, noch die Kompatibilität mit dem Rewindo-System herbeizuführen.
Erfolgreiche Aufklärungsarbeit
Seit ihrer Gründung im Juni 2002 hat die Initiative zahlreiche Projekte in den Bereichen Qualitäts- sicherung, Nachweis der Verwertungsmengen und Öffentlichkeitsarbeit initiiert und große Fortschritte hinsichtlich des Erreichens der in der Freiwilligen Selbstverpflichtung der PVC-Branche gesteckten Ziele für das Alt-Fensterrecycling in Deutschland gemacht. Rewindo ist die gemeinsame Stimme der deutschen Kunststoffprofilbranche in Richtung Europa sowie nationaler und kommunaler Politik und bietet Gewerbetreibenden und Unternehmen vielfältige Unterstützung. Zahlreiche Publikationen, Vorträge und Messebeteiligungen helfen, das Recycling von ausgebauten Fenstern, Türen und Rollladen aus PVC noch verständlicher, populärer und noch erfolgreicher zu machen. Mit dem Beitritt von Rehau gehören nun 13 Unternehmen bzw. Profilmarken dem bundesweiten Wiederverwertungssystem an. Mit der Erweiterung ihres Gesellschafterkreises setzt Rewindo ein deutliches Zeichen für steigendes Wachstum bei den Recyclingmengen. „Die deutsche Kunststoff-Fensterprofilbranche verdeutlicht auf diese Weise vermehrt ihre ökologische Produktverantwortung auf nationaler und auf europäischer Ebene im Rahmen der freiwilligen Selbstverpflichtung“, betont Vetter.
Vinyl 2010 hat Erwartungen erfüllt oder übertroffen
Bereits im April dieses Jahres präsentierte die europäische PVC-Industrie den Abschlussbericht zu ihrer im Jahr 2000 gestarteten, auf zehn Jahre angelegten Initiative "Vinyl 2010". Das Programm der
|  | Initiative, das in Form einer freiwilligen Selbst- verpflichtung der Branche europaweit umgesetzt wurde, zielte auf die Erhöhung der Nachhaltigkeit in der Produktion und Anwendung des Kunststoffes PVC ab. Der Bericht dokumentiert die großen Fortschritte, die in den letzten zehn Jahren in Abfallmanagement, Recycling-Technologien und dem Umgang mit Additiven gemacht wurden. Sämtliche Ziele, die im Jahr 2000 in Vinyl 2010 festgesetzt worden waren, konnten laut Bericht erreicht oder sogar noch übertroffen werden. Besonders bedeutend sind die Fortschritte, die mit Vinyl 2010 bei der Sammlung und Verwertung von PVC-Abfällen erzielt wurden.
Europaweite Recycling-Struktur aufgebaut
Im Rahmen der Initiative wurde eine tragfähige PVC-Recycling-Struktur in ganz Europa aufgebaut. Innovative Recycling-Technologien erlauben nicht nur mengenmäßig den Ausbau der PVC-Wieder- verwertung. Auch die Bandbreite der recyclingfähigen Abfälle wurde erweitert. Die jüngsten Zahlen belegen den Erfolg der Initiative: Allein im vergangenen Jahr verarbeitete das im Rahmen von Vinyl 2010 errichtete europaweite Netzwerk an PVC-Recyclern, zu denen auch die VEKA Umwelttechnik im thüringischen Behringen zählt, 260.842 Tonnen PVC-Abfälle - und hier wurden lediglich Post-Consumer-Abfälle erfasst, die keinen gesetzlichen Wiederverwertungs-Quoten oder -Vorschriften unterliegen. Damit liegen die Ergebnisse deutlich über den Zielen von Vinyl 2010, das eine Verwertung von zusätzlichen 200.000 Tonnen pro Jahr angestrebt hatte. Dr. Josef Ertl, Vorsitzender von Vinyl 2010 zeigt sich mit dem Erreichten überaus zufrieden: „Vinyl 2010 ist ein durchschlagender Erfolg, und ein perfektes Beispiel, wie eine ganze Branche gemeinsam gesteckte Ziele auf freiwilliger Basis in die Praxis umsetzen kann."
Nachhaltigkeits-Programm in den Start- löchern
Der Abschluss des Programms markiert gleichzeitig den Anfang einer neuen Nachhaltigkeits-Initiative der PVC-Branche. Sie wird im Laufe dieses Jahres mit ambitionierten Zielen starten. Gemeinsam mit dem renommierten schwedischen Nachhaltigkeits-Institut "The Natural Step" wurde eine neue, für die nächsten zehn Jahre gültige Zielvereinbarung konzipiert. Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg wird die aktive Beteiligung sämtlicher Unternehmen der PVC-Wertschöpfungskette sein, ebenso wie die bessere Etablierung von PVC-Rezyklat am Markt und die Zusammenarbeit des öffentlichen Sektors und der Wirtschaft bei den Bemühungen, die Deponierung von Abfällen zurückzudrängen.
Quellen:
www.rewindo.de
www.vinyl2010.org
www.veka-ut.de |

Über 260.000 Tonnen PVC-Abfälle wurden im vergangenen Jahr europaweit recycelt. Einen erheblichen Anteil an diesem Volumen hat die VEKA Umwelttechnik GmbH im thüringischen Behringen. Auf zwei hochmodernen Anlagen gewinnt das Unternehmen aus Altmaterialien sortenreines PVC-Granulat, das erneut in der Profilextrusion eingesetzt wird. |
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