Mit dem NEWSLETTER der "www.veka.de", Ausgabe 04 vom 01. April 2010 informieren wir Sie über aktuelle Branchenmeldungen.
Inhalt:
+ „Handbuch Stadtklima“ wird am 22. März vorgestellt
+ Nachbar muss Wärmedämmung, die aufs Grundstück ragt, nicht akzeptieren
+ Hemmnisse bei der Nutzung von Energieeinsparpotenzialen im Mittelstand
+ Ramsauer: Wohnraumversorgung gut – Kritik von Verbänden
+ VPB-Ratgeber: Geld vom Staat für professionelle Baubegleitung
+ Kostenloser Energie-Check gegen Sanierungs-Scheu
+ Bauwirtschaft: Warten auf den Aufschwung
+ Pro-Kopf-Wohnfläche in Eigentumswohnungen deutlich größer als in Mietwohnungen
+ Mieterbund fordert Impulse für Wohnungsneubau und energetische Modernisierung im Bestand
+ Wichtige Versicherungen für den Bauherrn
+ Wohnungsmangel: Sozialer Abstieg für Rentner und junge Erwachsene?
+ Ratgeber „Gebäude modernisieren – Energie sparen“
+ Motor Sanierung: Fenstermarkt wächst 2010 weiter
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+++ „Handbuch Stadtklima“ wird am 22. März vorgestellt +++
Angesichts des Klimawandels sind vor allem die davon in besonderer Weise betroffenen Großstädte zu Anpassungen gezwungen. Darum hat das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen mit dem „Handbuch Stadtklima“ einen Wegweiser für Kommunen entwickelt. Die Publikation soll am 22. März im Rahmen einer Tagung in der Zeche Zollverein, Essen, vorgestellt werden. Das Handbuch widmet sich exemplarisch der Metropolregion Rhein-Ruhr, die zu den am dichtesten besiedelten Räumen in Europa gehört.
Von künftigen Hitzeperioden infolge des Klimawandels werden eng bebaute Innenstadtbereiche besonders betroffen sein. Dies könne für die dort lebenden Menschen hohe gesundheitliche Belastungen nach sich ziehen. Die Zunahme von Starkregenereignissen verstärke die Gefahr von Sach- oder Personenschäden. Immerhin wohne und arbeite jeder zweite Einwohner NRWs in einer Großstadt, sagt NRW-Umweltminister Eckhart Uhlenberg. Bereits jetzt seien Städte und Stadtregionen dabei, Strategien zur Vorsorge und zu künftigen Stadtplanungen zu entwickeln. Anregungen, Orientierungen und konkrete Umsetzungsvorschläge zum vorsorgenden Handeln will das neue „Handbuch Stadtklima“ geben.
Info:
www.umwelt.nrw.de
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+++ Nachbar muss Wärmedämmung, die aufs Grundstück ragt, nicht akzeptieren +++
Eine nachträglich aufgebrachte Wärmedämmschicht an einem Gebäude darf nicht auf das Grundstück des Nachbars ragen. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV) mit Blick auf aktuelle Rechtsprechung hin. So habe das Oberlandesgericht Karlsruhe am 9. Dezember 2009 entschieden, dass der Nachbar eine auf sein Grundstück ragende Dämmung nicht akzeptieren muss (OLG Karlsruhe - 6 U 121/09).
Da der Hausbau auf der Grenze typisch sei für alte Orts- und Stadtkerne könnten Millionen Hausbesitzer in Deutschland ein Problem bekommen, so die ARGE Baurecht. Das Problem der grenzüberschreitenden Wärmedämmung sei noch nicht grundsätzlich geregelt. Wie die ARGE Baurecht mitteilt, arbeiten einige Länder an entsprechenden Anpassungen ihrer Bauordnungen. Bislang gelte bei Fragen der Überbauung, dass Hausbesitzer unter Umständen mit so genannten untergeordneten Bauteilen (Gesimsen, Fensterbänken o.ä.) in den Luftraum des Nachbarn hineinbauen dürfen – sofern diese Bauteile auch genehmigt sind. Nach Auffassung des Karlsruher Oberlandesgerichts gehört aber eine dicke Wärmeschicht nicht zu diesen untergeordneten Bauteilen. Daher müsse sie vom Nachbarn auch nicht hingenommen werden.
Die ARGE Baurecht empfiehlt sanierungswilligen Hausbesitzern, sich nach Möglichkeit mit ihren Nachbarn zu einigen. Eventuell lasse sich eine Grenzregelung aushandeln, sofern beim Nachbarn ausreichend Platz auf dem Grundstück sei. Denkbar sei, dass der Nachbar eine so genannte Überbaurente oder eine Abfindung für die überbaute Fläche erhalte. Dabei sei es ratsam, die ausgehandelte Vereinbarung unbedingt schriftlich zu formulieren und ins Grundbuch eintragen zu lassen.
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+++ Hemmnisse bei der Nutzung von Energieeinsparpotenzialen im Mittelstand +++
Im Mittelstand bleiben Energieeinsparpotenziale mangels Kapital und Personal oft ungenutzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Prognos-Studie im Auftrag der KfW Bankengruppe („Rolle und Bedeutung von Energieeffizienz und Energiedienstleistungen in KMU“). Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stünden die notwendigen Investitionen oft in Konkurrenz mit anderen betrieblichen Investitionen. Teilweise fehle das für die Investitionen benötigte Kapital vollständig. Zudem mangele es in vielen Firmen an personellen Kapazitäten, um Energieeinsparmaßnahmen zu identifizieren und umzusetzen. Ein weiteres Hemmnis ist die aktuelle Wirtschaftskrise, die dazu geführt hat, dass knapp zwei Drittel der Unternehmen, die aktuell Energieeffizienzmaßnahmen planen oder umsetzen, diese zurückgestellt oder abgespeckt haben.
Grundsätzlich herrscht bei KMU jedoch eine hohe Aufmerksamkeit für das Thema Energieeffizienz. Zwei Drittel der befragten Unternehmen sehen Möglichkeiten, den Energieverbrauch in ihrem Betrieb zu reduzieren. Das zeigt sich auch in konkreten Maßnahmen: Gut 60 Prozent der Unternehmen investieren in Energieeffizienz – doppelt so viel wie noch in einer Vorgängerstudie aus dem Jahr 2005. Der Schwerpunkt der durchgeführten Energieeffizienzmaßnahmen liegt im Gebäudebereich.
An der aktuellen Prognos-Befragung nahmen rund 640 kleine und mittlere Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Handel und dem Dienstleistungssektor teil.
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+++ Ramsauer: Wohnraumversorgung gut – Kritik von Verbänden +++
Die Wohnraumversorgung in Deutschland ist gut – dies ist eine Kernaussage des ersten Berichts zur Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland, den Bundesbauminister Peter Ramsauer kürzlich im Bundestag vorstellte. Allerdings gebe es erhebliche regionale Unterschiede. So könne es in Ballungsräumen wie München, Köln oder Stuttgart zu Wohnungsengpässen kommen. Ramsauer sieht in der vom Bund mit jährlich 518 Millionen Euro unterstützten sozialen Wohnraumförderung ein geeignetes Instrument für die Länder, um regionale Knappheiten zu beheben. Ebenso stabilisierten die KfW-Programme den Wohnungsneubau. Inzwischen sei jede dritte Neubauwohnung mit KfW-Mitteln gefördert, betonte der Minister.
Als Ziele und Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft nannte Ramsauer die Erhöhung der Wohneigentumsquote sowie die Anpassung des Wohnungsbestands an Bedürfnisse älterer Menschen und an moderne Energieeffizienz-Standards. Für entsprechende Investitionen stelle der Bund in den CO2-Gebäudesanierungsprogrammen und im Programm Altersgerecht Umbauen Milliardenbeträge zur Verfügung.
Dagegen vermisst der Deutsche Mieterbund „konkrete Vorschläge, Ideen und Konzepte, wie die energetische Modernisierung von etwa 37 Millionen Bestandswohnungen vorangetrieben werden soll, wie das Angebot an altengerechten und barrierearmen Wohnungen massiv ausgeweitet werden kann und wie eine Verdoppelung des Wohnungsneubaus, insbesondere in Ballungszentren, zu erreichen ist“, kritisierte DMB-Präsident Dr. Franz-Georg Rips.
Die Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“, forderte eine Verbesserung der steuerlichen Abschreibungsbedingungen und eine verbesserte Ausgestaltung der KfW-Programme. Die Mittel der Förderbank sollten erhöht, die Förderkriterien für den Bestandsersatz von Wohnungen geöffnet werden. In dieser Kampagne haben sich die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau und der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel gemeinsam mit weiteren Verbänden und Unternehmen aus dem Wohnungsbau und der Immobilienwirtschaft zusammengeschlossen.
Der Bericht zur Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland steht im Internet zum Download zur Verfügung unter
www.bmvbs.de
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+++ VPB-Ratgeber: Geld vom Staat für professionelle Baubegleitung +++
„Baubegleitung – Sanieren mit Fachverstand!“ – so lautet der Titel eines neuen Ratgebers, den der Verband Privater Bauherren im Internet zum kostenlosen Download anbietet (
www.vpb.de unter „Services“ – „kostenlose Angebote“). Mit der Broschüre erklärt der VPB, wie sich Hausbesitzer, die sich bei der Sanierung ihrer Immobilie von einem qualifizierten Bausachverständigen beraten lassen, einen Zuschuss vom Staat sichern können. Bis zu 2.000 Euro stellt die KfW-Förderbank im Rahmen des Programms „Energieeffizient Sanieren“ für eine solche „Baubegleitung“ zur Verfügung, so der VPB. Der Zuschuss beträgt 50 Prozent der Kosten für die Baubegleitung und bis zu maximal 2.000 Euro pro Antragsteller und Sanierungsobjekt.
Entsprechende Anträge können Eigentümer von selbst genutzten und vermieteten Wohngebäuden stellen. Möglich ist auch eine Kombination der Baubegleitung mit anderen Fördermitteln der KfW sowie mit verschiedenen Bund- und Länderprogrammen.
Typische baubegleitende Aufgaben eines Sachverständigen sind die laufende Qualitätskontrolle auf der Baustelle, aber auch z.B. die Beratung bei der Planung von Lüftungs- bzw. Heizungsanlagen, bei der Einweisung der Hausbesitzer in neu installierte Heizungs- und Haustechnik oder bei der Auswertung von Angeboten.
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+++ Kostenloser Energie-Check gegen Sanierungs-Scheu +++
Nachdem eine Studie des Forschungsprogramms „Enef-Haus“ eine gewisse Scheu vieler Hausbesitzer vor der energetischen Sanierung aufgedeckt hat, verweist die Deutsche Bundesstiftung Umwelt erneut auf ihre Kampagne „Haus sanieren - profitieren“. Sie bietet Hausbesitzern einen kostenlosen Energie-Check durch geschulte Handwerker an. „Wir möchten die Hemmschwelle für Eigentümer senken und einen Weg durch den Sanierungsdschungel aufzeigen“, betont DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Offenbar ist das notwendig. Denn laut der Studie von „Enef-Haus“ gaben rund die Hälfte von 1.008 Ein- und Zweifamilienhausbesitzern an, dass ihnen bisher die Zeit gefehlt habe, sich intensiv mit energetischen Sanierungen zu beschäftigen. Über ein Drittel empfinde die Maßnahmenplanung als zu schwierig.
Nach Aussage der DBU sind von den rund 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland etwa zwölf Millionen vor 1984 gebaut worden und zu großen Teilen sanierungsbedürftig. In unsanierten Bauten verbrauche eine Durchschnittsfamilie rund 80 Prozent ihrer Energie im Haushalt fürs Heizen – bei stetig steigenden Kosten. Dabei sei es mit einer energetischen Sanierung möglich, bei älteren Häusern den Energiebedarf um bis zu 90 Prozent zu reduzieren, betont die DBU.
Im Rahmen der Kampagne „Haus sanieren - profitieren“ seien inzwischen mehr als 9.900 Handwerker für einen kostenlosen Energie-Check geschult. Sie können dem Eigentümer einen groben Überblick über den energetischen Zustand seines Hauses geben. Eine DBU-Broschüre gibt zudem Tipps für die nächsten Schritte.
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+++ Bauwirtschaft: Warten auf den Aufschwung +++
Die Unternehmen im Bauhauptgewerbe haben 2009 insgesamt 82,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Dies bedeutet einen Rückgang von vier Prozent. Dies sei zwar ein erneuter Rückschlag für die Baubranche, doch sei dieser nicht so groß ausgefallen wie in anderen wichtigen Wirtschaftszweigen, kommentierte Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB), das Ergebnis. Die umsatzstärkste Sparte ist und bleibt der Wirtschaftsbau – trotz eines Umsatzeinbruchs von neun Prozent. Danach folgt der öffentliche Bau, der ein Plus von 3,4 Prozent meldet, und am Ende des Sparten-Rankings steht der Wohnungsbau mit minus 4,8 Prozent. Problematisch für die Unternehmen seien gestiegene Arbeits- und Materialkosten, die aber kaum Einfluss auf die Umsatzentwicklung gehabt hätten. Die Ertragssituation habe sich 2009 damit erneut verschlechtert.
Der ZDB erwartet für 2010 einen erneuten, wenn auch geringen, Umsatzrückgang von 0,7 Prozent.
Hoffnungsträger ist dabei vor allem der öffentliche Bau, der nach ZDB-Prognosen dank der Konjunkturpakete noch einmal um 6,8 Prozent zulegen könne. Dagegen wird dem Wirtschaftsbau wegen der geringen Kapazitätsauslastung der produzierenden Unternehmen ein weiterer kräftiger Rückgang um 8,3 Prozent vorausgesagt. Aufgrund fehlender Beschäftigungsimpulse und ungünstiger Rahmenbedingungen sei im Wohnungsbau nicht viel mehr als ein Umsatz auf Vorjahresniveau möglich (+0,5%).
Eine durchgreifende Erholung sieht der ZDB auch für 2011 nicht. Unsicherheiten um die steuer- und förderpolitischen Rahmenbedingungen für den Wohnungsneubau und die Investitionstätigkeit der Kommunen spielten hier eine Rolle. Auslaufende Konjunkturprogramme und die zu erwartenden rückläufigen Investitionen der öffentlichen Hand dürften für die Bauwirtschaft in 2011 ein weiteres Rezessionsjahr bedeuten, fürchtet der ZDB.
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+++ Pro-Kopf-Wohnfläche in Eigentumswohnungen deutlich größer als in Mietwohnungen +++
In den eigenen vier Wänden ist – rein statistisch – mehr Platz als in einer Mietwohnung. So bieten Eigentumswohnungen in Deutschland ihren Nutzern eine Pro-Kopf-Fläche von durchschnittlich 49 Quadratmetern. Mieter mussten sich hingegen mit nur 37,2 Quadratmeter begnügen. Diese Zahlen für das Jahr 2009 ergeben sich aus dem aktuellen Immobilienpreisspiegel „Markt für Wohnimmobilien“ der LBS.
Die Wohnflächentendenz ist steigend, wie das Forschungsinstitut empirica in einer Untersuchung im Auftrag der LBS ermittelte. So steigt die Pro-Kopf-Wohnfläche bis 2030 auf 54 Quadratmeter im Westen bzw. 55 Quadratmeter im Osten. Hier spiegelt sich die Entwicklung hin zu immer kleineren Haushalten wider. Daher werde die Zahl der Haushalte – ungeachtet der rückläufigen Bevölkerungszahlen – noch bis 2025 deutlich zunehmen.
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+++ Mieterbund fordert Impulse für Wohnungsneubau und energetische Modernisierung im Bestand +++
Der Deutsche Mieterbund beklagt eine große Diskrepanz zwischen Neubaubedarf und tatsächlicher Neubautätigkeit. Der DMB verweist auf Gutachten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und des Instituts der deutschen Wirtschaft, nach denen in den nächsten fünf Jahren 1,0 bis 1,3 Millionen Wohnungen neu gebaut werden müssen. Gebaut würden aber lediglich rund 175.000 Wohnungen pro Jahr. DMB-Präsident Dr. Franz-Georg Rips geht davon aus, dass bis 2015 zusätzlich 100.000 bis 350.000 Wohnungen fehlen, „wenn die Politik jetzt nicht gegensteuert“. Andernfalls drohten als Folge dieser Entwicklung steigende Mieten und eine noch höhere Wohnkostenbelastung gerade für einkommensschwächere Haushalte. Insbesondere in Ballungszentren und Universitätsstädten gebe es schon heute Wohnungsengpässe. Hohe Energiepreise und Mieterhöhungen aufgrund notwendig werdender energetischer Modernisierungen im Wohnungsbestand übten zusätzlich Druck auf die Wohnkosten aus.
Um den Wohnungsneubau anzukurbeln, fordert der DMB eine Änderung der Abschreibungsbedingungen sowie eine Investitionszulage bzw. die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung. Nötig seien auch Impulse bei der sozialen Wohnraumförderung. Insbesondere für einkommensschwache Haushalte seien Sozialwohnungen unverzichtbar. Der DMB kritisiert, dass die Zahl der Sozialwohnungen in den letzten 30 Jahren von vier Millionen auf 1,5 Millionen gesunken sei, während die Zahl der Arbeitslosen im gleichen Zeitraum von 1,8 Millionen auf 3,5 Millionen hochgeschnellt sei. Daher müsse die soziale Wohnraumförderung Daueraufgabe von Bund, Ländern und Kommunen sein und bleiben.
Darüber hinaus fordert der DMB klare und eindeutige gesetzliche Vorgaben zur Förderung energetischer Modernisierungen im Bestand. Ziel müsse sein, in den nächsten 10 bis 15 Jahren im Wohnungsbestand Neubaustandards zu erreichen. Dazu bedürfe es ordnungsrechtlicher Vorschriften zur Durchsetzung dieser Ziele.
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+++ Wichtige Versicherungen für den Bauherrn +++
Damit Unfälle oder schwere Schäden auf Baustellen für den Bauherrn nicht zum finanziellen Fiasko werden, rät Schwäbisch Hall zu entsprechenden Versicherungen. Der Baufinanzierer hat eine Checkliste mit Policen zusammengestellt, die der Häuslebauer haben sollte. An erster Stelle steht die Bauherren-Haftpflichtversicherung. Sie regelt Schadenersatz und Schmerzensgeldansprüche, zum Beispiel wenn sich spielende Kinder auf dem Grundstück verletzen oder ein Bekannter bei einer Führung durch den Rohbau an einer nicht gesicherten Stelle stürzt. Mit einer Unfallversicherung für Bauherren und Bauhelfer sollte der Häuslebauer sich selbst und alle freiwilligen, nicht professionellen Helfer absichern.
Für alle unvorhersehbaren Schäden während der Bauphase, etwa Sturmschäden am Dachstuhl, Glasbruch, Diebstahl oder Vandalismus kommt die Bauleistungsversicherung auf. Wird schlüsselfertig gebaut, kann der Bauherr mit dem Bauunternehmer vereinbaren, dass dieser eine entsprechende Police abschließt.
Da Schäden durch Feuer hier ausgeschlossen sind, rät Schwäbisch-Hall zu einer Feuer-Rohbauversicherung. Zur Absicherung des fertigen Eigenheims empfehlen die Experten eine verbundene Wohngebäudeversicherung, die den Schutz vor finanziellen Schäden durch Brand, Sturm und Leitungswasser kombiniert.
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+++ Wohnungsmangel: Sozialer Abstieg für Rentner und junge Erwachsene? +++
Mehrere Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft sowie der Deutsche Mieterbund warnen vor einem durch Wohnungsmangel und sinkende Einkommen verursachten sozialen Abstieg vor allem für Rentner und junge Erwachsene. Grundlage dieser Einschätzung ist eine aktuelle Studie der Prognos-AG („Wohnungsmangel in Deutschland – Auswirkungen und Ansätze zur Überwindung“). Sie prognostiziert für das Jahr 2025 für rund die Hälfte der Regionen Deutschlands eine Wohnungsbaulücke sowie ein unterdurchschnittliches Einkommen (Haushaltsnettoeinkommen unter 1.774 Euro) der dort ansässigen privaten Haushalte.
Da der Druck auf dem Wohnungsmarkt durch einen historischen Tiefstand im Wohnungsbau und den anhaltenden Trend zu Einpersonenhaushalten steige, seien besonders Haushalte in der Gründungsphase und Rentnerhaushalte die Leidtragenden. Besonders prekär sei diesbezüglich die Lage in Niedersachsen, Hessen und Berlin, ebenso am Niederrhein, in Teilen des Ruhrgebiets sowie in einigen Regionen Baden-Württembergs und Bayerns. Die Prognos AG erwartet für 2025 eine Wohnungsbaulücke in rund drei Vierteln der Regionen Deutschlands.
Dr. Franz-Georg Rips, Präsident des Deutschen Mieterbundes, warnt angesichts dieser Entwicklung vor „sozialen Spannungen mit allen negativen Folgen wie Ghettobildung und Kriminalität.“ Die sei „programmiert, wenn die Bundesregierung den Wohnungsbau nicht ankurbelt“. Eine „entscheidende Wende in der Wohnungsbaupolitik“ fordert Dr. Hans Georg Leuck, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau.
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+++ Ratgeber „Gebäude modernisieren – Energie sparen“ +++
Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat einen Ratgeber für Besitzer älterer Immobilien herausgegeben. Das 300 Seiten starke Buch mit dem Titel „Gebäude modernisieren – Energie sparen“ zeigt auf, wo Energielecks, je nach Baujahr, liegen können, wie sie zu lokalisieren sind und welche Maßnahmen zur energetischen Verbesserung des Gebäudes möglich und ratsam sind. Der Ratgeber gibt Auskunft, für welche Arbeiten der Bauherr Experten wie Energieberater, Architekten, Fachingenieure oder Handwerker hinzuziehen sollte. Das Buch gibt Hinweise zu Planung und Bauablauf und erklärt, für welche Maßnahmen ein Baugesuch gestellt werden muss. Hinzu kommen wertvolle Informationen zur Abnahme von Handwerkerleistungen, zur Prüfung von Abrechnungen, zur Gewährleistung sowie zu gesetzlichen Vorschriften für das energiesparende und immissionsarme Bauen. Der Leser erfährt auch, welche Baustoffe und Bauteile in Frage kommen und erhält Tipps zum richtigen Heizen und Lüften.
Der Ratgeber „Gebäude modernisieren – Energie sparen“ ist zum Preis von 15,40 Euro inkl. Versand erhältlich bei: Versandservice Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V., Heinrich-Sommer-Straße 13, 59939 Olsberg, Tel. 01805/505999 (0,14 €/min), Fax 02962/800149,
broschueren@vz-bw.de
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+++ Motor Sanierung: Fenstermarkt wächst 2010 weiter +++
Der deutsche Fenstermarkt zeigt sich überraschend stabil. Ungeachtet der allgemeinen Wirtschaftskrise verzeichnete die Branche 2009 ein Wachstum von 3,6 Prozent. Für 2010 stellt die aktuelle Fenstermarktstudie führender Branchenverbände (Bundesverband Flachglas, Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie, pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff, Verband der Fenster und Fassadenhersteller) gar ein neuerliches Plus von 4,1 Prozent in Aussicht. Dies entspräche einem Absatz von 12,6 Millionen Fenstereinheiten. Damit hat sich der Markt vom Tiefpunkt 2007 (11,6 Mio. FE) über 12,1 Millionen Fenstereinheiten in 2009 kontinuierlich erholt.
Der Anteil des Sanierungsmarktes am Gesamt-Fenstermarkt steigt dabei stetig: Waren es 2007 noch 6,7 Millionen Fenstereinheiten, die infolge von Sanierungsmaßnahmen verbaut wurden, stieg der Sanierungsmarkt in der Folge über 6,8 Millionen in 2008 und 7,6 Millionen im Jahr 2009 auf erwartete 8,2 Millionen Fenstereinheiten in 2010. Im gleichen Zeitraum entwickelte sich der Neubaumarkt von 4,8 Millionen Fenstereinheiten in 2007 auf prognostizierte 4,4 Millionen in 2010 zurück.
Dominierendes Rahmenmaterial ist und bleibt Kunststoff, dessen Marktanteil 2010 bei 56 Prozent erwartet wird. Mit deutlichem Abstand folgt Aluminium mit 20 Prozent auf Platz Zwei. Holz liegt nach der Prognose in 2010 bei 16 Prozent. Holz-Alu sind es sieben Prozent.
Mit Blick auf die Ende 2010 auslaufenden Fördermaßnahmen des Konjunkturpakets II fordern die Branchenverbände eine Verstetigung der Förderung für die energieeffiziente Gebäudesanierung. Denn in Deutschland gebe es noch rund 320 Millionen sanierungsbedürftige Fenster, darunter etwa 30 Millionen mit Einfachverglasung.
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