Mit dem NEWSLETTER der "www.veka.de", Ausgabe 06 vom 01. Juni 2010 informieren wir Sie über aktuelle Branchenmeldungen.
Inhalt:
+ VPB: Energieeinsparverordnung macht Bauen teurer
+ KfW-Zuschuss für altersgerechten Umbau
+ VPB-Ratgeber: „Steuern sparen mit Handwerkerrechnungen“
+ KfW: Neue Energieeffizienz-Standards
+ Haushaltssperre stoppt Marktanreizprogramm erneuerbare Energien
+ Europäische Baubranche hat Talsohle durchschritten
+ Wohnausgaben relativ konstant – leichte Zunahme durch höhere Energiekosten
+ Förderkompass Energie informiert passgenau über Förderprogramme
+ Immer mehr Eigentumswohnungen
+ EVEU warnt vor weiterer Verschärfung der Energieeffizienz-Anforderungen
+ Minister wollen Flächenverbrauch weiter reduzieren
+ Studie: Barrierefreies Bauen auf dem Vormarsch
+ EU will Qualität von Energieausweisen steigern – dena sieht sich gut aufgestellt
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+++ VPB: Energieeinsparverordnung macht Bauen teurer +++
Die Energieeinsparverordnung 2009 hat das Bauen um bis zu zehn Prozent verteuert. Diese Bilanz zieht der Verband Privater Bauherren nach einem halben Jahr Praxiserfahrung mit der im Oktober 2009 in Kraft getretenen EnEV. Nach Angaben des VPB kostete ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit knapp 120 Quadratmeter Wohnfläche und 385 Kubikmeter umbautem Raum bislang rund 175.000 Euro. Unter den Bedingungen der EnEV 2009 seien es nun 182.500 bis 191.500 Euro – eine Steigerung von 4,3 bis 9,4 Prozent.
Grund dafür seien unterschiedliche Energiekonzepte, so VPB-Vorsitzender Thomas Penningh. Planer hätten weitgehende Freiheit bei der Gestaltung und energetischen Auslegung eines Gebäudes. Die einzuhaltenden energetischen Vorgaben könnten durch moderne Heiztechnik, durch Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung oder über zusätzliche Wärmedämmung erreicht werden. Beispielsweise koste ein Neubau mit dreifach verglasten Fenstern und zwölf Zentimeter Wärmedämmung rundum im Vergleich zum herkömmlichen Haus heute 16.500 Euro mehr. Denn bei der Dämmung von Wänden, Bodenplatte und Dach sei vor allem Handarbeit gefragt, „und die kostet“, so Penningh.
Günstiger sei es, einen Massivbau (mit 36,5 Zentimeter dicken Ziegelaußenmauern) mit moderner Heiztechnik auszustatten. Bei Zweifachverglasung und bei Verzicht auf zusätzliche Dämmung sowie bei Nutzung einer Wärmepumpe oder Pelletheizung ergebe sich gegenüber der EnEV nur ein Mehrpreis von 10.000 Euro. Wer auf moderne Brennwerttechnik setze und sein Haus mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausstatte, müsse lediglich 7.500 Euro oder 4,3 Prozent mehr aufbringen.
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+++ KfW-Zuschuss für altersgerechten Umbau +++
Seit dem 1. Mai 2010 gibt es im KfW-Förderangebot „Altersgerecht Umbauen“ zur Reduzierung von Barrieren im Wohnungsbestand neben der Darlehens- auch eine Zuschussvariante. Dabei können private Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern bzw. Eigentumswohnungen, Wohneigentümergemeinschaften sowie Mieter zum Beispiel für den Einbau von Aufzügen, die Überbrückung von Treppenstufen, die Verbreiterung von Türen oder die Anpassung von Bädern Fördermittel beantragen. „Mit dem Zuschuss machen wir die Investitionen in Baumaßnahmen auch für Menschen attraktiv, die kein Darlehen aufnehmen möchten“, erläutert Bundesbauminister Peter Ramsauer den Hintergrund.
Das KfW-Angebot sieht vor, dass ab einer Investitionssumme von 6.000 Euro ein Zuschuss von fünf Prozent der förderfähigen Investitionskosten möglich ist, maximal jedoch 2.500 Euro pro Wohneinheit. Investoren, die einen umfangreicheren Finanzierungsbedarf haben, können weiterhin auf Förderdarlehen ab 1,51 Prozent p.a. effektiv zurückgreifen.
Info:
Infocenter der KfW Bankengruppe, Tel. 01801/335577
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+++ VPB-Ratgeber: „Steuern sparen mit Handwerkerrechnungen“ +++
Der Verband Privater Bauherren hat den neuen Ratgeber „Steuern sparen mit Handwerkerrechnungen“ herausgegeben. Er steht unter
www.vpb.de im Bereich Services/Kostenlose Angebote zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Steuerlich geltend machen können Hausbesitzer alle Reparaturen oder Modernisierungen am eigenen Haus oder der selbst genutzten Eigentumswohnung. Dabei dürfen 20 Prozent von maximal 6.000 Euro Handwerker-Lohnkosten pro Jahr von der Steuerschuld abgezogen werden. Damit ist eine Ersparnis von 1.200 Euro möglich. Was zu beachten ist, um diesen Vorteil nutzen zu können, fasst der VPB-Ratgeber zusammen.
Absetzbar sind nur die reinen Lohn- und Arbeitskosten sowie Fahrtkosten und die auf die Lohn- und Fahrtkosten anfallende Mehrwertsteuer, nicht aber das vom Handwerker verbaute Material. Voraussetzung für die Anerkennung ist eine ordentliche Rechnung, in der Lohn- und Materialkosten sowie Fahrtkosten und Mehrwertsteuer getrennt aufgeführt sind. Darüber hinaus muss die Forderung per Überweisung beglichen werden und nicht bar auf die Hand. Rechnung und Buchungsbeleg sind dem Finanzamt vorzulegen.
Laut VPB sind alle Handwerkerrechungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen im inländischen, selbst bewohnten Haushalt steuerlich abzugsfähig. Steuerlich absetzen lassen sich nur Handwerkerarbeiten im Bestand, nicht aber im Neubau oder bei der Erweiterung von Nutz- und Wohnflächen.
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+++ KfW: Neue Energieeffizienz-Standards +++
Im KfW-Förderprogramm „Energieeffizientes Bauen und Sanieren“ gelten ab 1. Juli 2010 zusätzliche, verschärfte Standards. In der Sanierung sind dies die KfW-Effizienzhäuser 70 und 55 sowie im Neubau die KfW-Effizienzhäuser 55 und 40. Die nahe am gesetzlichen Mindestniveau nach EnEV liegenden Eingangsförderstufen 130 in der Sanierung und 85 im Neubau laufen dann aus. Neben den neu eingeführten Standards gibt es noch die bisherigen KfW-Effizienzhäuser 115, 100 und 85 (Sanierung) sowie 70 im Neubau.
Ebenfalls neu: Tilgungszuschüsse (bis zu 10 Prozent der Darlehenssumme) ergänzend zum Förderkredit gibt es künftig nicht nur bei der energetischen Sanierung, sondern auch in der Neubauförderung. Je höher die erreichte Energieeffizienz, desto attraktiver die Förderung, lautet hier das Prinzip. Um die Transparenz für die Kreditnehmer zu verbessern, werden die Zinssätze innerhalb der einzelnen Programme vereinheitlicht.
Ab dem KfW-Effizienzhaus 55 stellt die KfW zusätzliche Anforderungen an die Baubegleitung durch Sachverständige. Dies soll sicherstellen, dass der gewünschte Effizienzhausstandard in der Praxis tatsächlich erreicht wird.
Im Rahmen des Programms „Energieeffizientes Bauen und Sanieren“ stellt die KfW 2009 Fördermittel mit einem Rekordvolumen von 8,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Das Zusagevolumen im ersten Quartal 2010 erreichte bereits wieder 2,5 Milliarden Euro.
Info:
www.kfw.de oder KfW-Infocenter,
Tel. 01801/335577
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+++ Haushaltssperre stoppt Marktanreizprogramm erneuerbare Energien +++
Beim Marktanreizprogramm erneuerbare Energien bleibt es bei der vom Bundestag verhängten Haushaltssperre. Davon betroffen sind Solarkollektoren, Biomasseheizungen und Wärmepumpen, aber auch Förderprogramme im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (u.a. Mini-KWK-Anlagen). Für Solarkollektoren, Biomasseheizungen und Wärmepumpen werden demnach bis auf weiteres keine Investitionszuschüsse mehr gewährt. Bemühungen des Bundesumweltministeriums um eine Aufhebung dieser Haushaltssperre sind gescheitert.
Scharfe Kritik am Förderstopp übte der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE): „Mit der endgültigen Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm wird das einzige funktionierende Instrument für den Umbau des Wärmebereichs lahmgelegt“, so BEE-Präsident Dietmar Schütz. „Dies ist angesichts des noch relativ geringen Anteils Erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung absolut unverantwortlich.“
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+++ Europäische Baubranche hat Talsohle durchschritten +++
Pünktlich zur Leitmesse BAU im Januar 2011 in München erwartet das Forschungs- und Beratungskonsortium Euroconstruct eine Stabilisierung der europäischen Bauwirtschaft. Zwar seien die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise dann weitgehend überwunden, aber Wachstumsraten wie vor der Rezession seien vor 2012 nicht realistisch.
2009 sei für die Baubranche „das schlimmste Jahr seit mehr als zehn Jahren“ gewesen, so die Euro-construct-Experten. Das europäische Bauvolumen sank um 8,4 Prozent auf rund 1,4 Billionen Euro. Deutschland kam dabei mit einem Minus von 1,2 Prozent noch vergleichsweise glimpflich davon. Dagegen mussten Spanien mit -21,5 Prozent und Irland mit -32,2 Prozent weitaus dramatischere Abstürze verkraften. In diesen Ländern war in der Boomphase weit über den Bedarf hinaus gebaut worden.
Grund war vor allem der dramatische Nachfrageeinbruch im Hochbau, insbesondere im Wohnungsbau, der 2009 um durchschnittlich 22,5 Prozent einbrach. In diesem Sektor prognostiziert Euroconstruct für Deutschland eine leichte Belebung von plus vier Prozent, in den meisten anderen europäischen Ländern aber bis mindestens 2012 eine weiter rückläufige Tendenz.
Sogar die Sanierungsmaßnahmen im Baubestand, die als äußerst krisenresistent gelten, kippten 2009 um rund drei Prozent ins Minus. Dennoch bleibt diese Sparte für Euroconstruct ein Motor der Baubranche, wenn auch nur mit jährlichen Wachstumsraten von ein bis zwei Prozent.
Nach einem – allerdings moderaten - Rückgang der Bauaktivitäten (-2,2%) in 2010 soll es am Bau ab 2011 mit einem prognostizierten Plus von 1,6 Prozent wieder leicht aufwärts gehen. Für 2012 sagt Euroconstruct ein Wachstum des europäischen Bauvolumens von 2,5 Prozent voraus.
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+++ Wohnausgaben relativ konstant – leichte Zunahme durch höhere Energiekosten +++
Die privaten Haushalte in Deutschland haben in den letzten 30 Jahren durchschnittlich 22,4 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Wohnung, Wasser, Strom und Heizung ausgegeben. Dies teilt Haus & Grund Deutschland mit und verweist darauf, dass damit der Anteil der Ausgaben für das Wohnen an den Gesamtausgaben der privaten Haushalte in den vergangenen drei Jahrzehnten annähernd gleich geblieben ist.
Im Jahr 2009 sind die Wohnausgaben jedoch auf 24,4 Prozent gestiegen, wie Haus & Grund mit Verweis auf Zahlen des Statistischen Bundesamts erläutert. Hier machten sich die höheren Kosten für Heizung und Strom mit Steigerungsraten von jährlich drei bis acht Prozent seit 2007 bemerkbar. Dagegen habe die jährliche Zunahme von Nettokaltmieten und Nebenkosten in den Jahren 2000 bis 2008 nur bei einem Prozent gelegen – und damit unter der allgemeinen Preissteigerung.
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+++ Förderkompass Energie informiert passgenau über Förderprogramme +++
Mit der Datenbank „Förderkompass Energie“ gibt der BINE Informationsdienst einen Überblick über alle relevanten Förderprogramme für private, gewerbliche, institutionelle und öffentliche Investoren. Nutzer, die sich für energieeffiziente Gebäude, energiesparende Technik und erneuerbare Energien interessieren, können hier komfortabel und effizient recherchieren.
Wer in der Suchmaske die wesentlichen Informationen über das Vorhaben, die Einzelmaßnahme, den Standort und die Zielgruppe eingibt, erhält übersichtlich in einem Fenster alle für das konkrete Projekt in Frage kommenden Förderprogramme auf dem Bildschirm, betont der BINE-Informationsdienst, der diesen Service gemeinsam mit der Deutschen Energie-Agentur (dena) anbietet. Der täglich aktualisierte Förderkompass Energie liefert nicht nur eine ausführliche Beschreibung des jeweiligen Förderprogramms, sondern auch Antragsformulare, Merkblätter und Originaltexte der Richtlinien. Hinzu kommen Adressen der Fördergeber und Antragsstellen sowie weiterführende Links.
Eine Lizenz des Förderkompass (inklusive des Internet-Aktualisierungsservice) kostet 49 Euro pro Jahr (zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer). Hinzu kommen einmalige Versandkosten von 2,50 Euro.
Info:
www.bine.info/foerderkompass
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+++ Immer mehr Eigentumswohnungen +++
In den letzten 25 Jahren ist die Zahl der Eigentumswohnungs-Besitzer in den westlichen Bundesländern von 15 auf 22 Prozent gestiegen. In den neuen Ländern war sogar annähernd eine Verdopplung der Eigentumswohnungsquote von 9 auf 17 Prozent zu verzeichnen. Damit wird Wohneigentum auf der Etage vor allem in den Städten als Alternative zum Eigenheim immer attraktiver. Zu diesem Schluss kommen die Experten der Landesbausparkassen nach einer Sonderanalyse der jüngsten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamtes für 2008 durch das Forschungsinstitut empirica. Eigentumswohnungen sind überall dort gefragt, wo Bauland für Ein- und Zweifamilienhäuser knapp bzw. teuer ist, konstatiert LBS Research. Dies trifft vor allem in den Städten zu. Je größer die Stadt, desto größer auch die Bedeutung von Stockwerkseigentum, so laute die Faustregel. Dies zeigt sich auch beim Blick auf die einzelnen Bundesländer: In den Stadtstaaten Berlin-West (54%), Hamburg (43%) und Bremen (33%) liegt die Eigentumswohnungs-Quote am höchsten. Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg erreichen Werte von 23 bis 28 Prozent. Die wenigsten Wohneigentümer auf der Etage gibt es in Brandenburg mit sechs Prozent.
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+++ EVEU warnt vor weiterer Verschärfung der Energieeffizienz-Anforderungen +++
Eine weitere Verschärfung der EU-Richtlinien für energieeffiziente Gebäude könnte dazu führen, dass sich große Teile der Gesellschaft kein Eigenheim mehr leisten können. Davor warnt der Europäische Verband der Energie- und Umweltschutzberater (EVEU). Die EnEV 2009, die bei Neubauten und Modernisierungsmaßnahmen eine Einsparung von 30 Prozent Primärenergie gegenüber der EnEV 2007 verlangt, hält der EVEU für sinnvoll. Dies habe sich in der Praxis bereits bewährt.
Dass aber mit der EnEV 2012 eine Verschärfung um weitere 30 Prozent hinzukommt und nach EU-Plänen bis 2020 alle Neubauten „Nahezu-Null-Energiehäuser“ sein sollen, betracht der Verband hingegen mit Skepsis. So entstehe ein Investitionsdruck, der die Immobilie drastisch verteuere. „Wir müssen aufpassen, dass wir den Bogen nicht überspannen“, so EVEU-Geschäftsführer Franz Sedlmeier. Die Belastungsgrenze der Bürger sei mittlerweile erreicht. Zwar amortisierten sich die Investitionen meist nach einigen Jahren, doch müsse der Bauherr die nötigen Mittel erst einmal aufbringen können.
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+++ Minister wollen Flächenverbrauch weiter reduzieren +++
Die Bundesregierung will den Flächenverbrauch für Verkehrsprojekte und Siedlungsbau weiter reduzieren und die Flächeninanspruchnahme differenzierter erfassen. Darauf verständigten sich die für Raumordnung zuständigen Minister aus Bund und Ländern bei einem Treffen in Berlin. Der demografische Wandel biete Chancen, den Flächenbedarf zu verringern, so Bundesbauminister Peter Ramsauer. Ein weiteres Ziel sei es, die Zersiedlung im Außenbereich zu minimieren. Zudem soll sich die Erfassung der Flächeninanspruchnahme nach Ramsauers Vorstellungen stärker an der Wirklichkeit orientieren: „Für mich heißt das, die Erholungsflächen nicht als Flächenverbrauch zu rechnen.“ Die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme ist ein wesentliches Ziel der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung von 2002. „Eine schlagkräftige Politik für die ländlichen Räume sowie sinnvolle Anpassungsstrategien für den demographischen Wandel und den Klimawandel werden in Zukunft Schwerpunkte der Ministerkonferenz für Raumordnung sein. Gerade auf europäischer Ebene müssen wir uns noch stärker positionieren“, betonte der neue Vorsitzende der Konferenz, der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil.
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+++ Studie: Barrierefreies Bauen auf dem Vormarsch +++
Schon im Jahr 2015 könnte das Thema barrierefreies Bauen Gegenstand jedes zweiten Auftrags von Planern und Verarbeitern sein. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Jahresanalyse von BauInfoConsult. Zwar gebe es immer noch einen großen Rückstand an altengerechten Wohnungen im Bestand, doch hätten die Architekten im Jahr 2009 durchschnittlich bei jedem dritten Projekt im Wohnungsbau auch Maßnahmen zur Erreichung von Barrierefreiheit umgesetzt. In den nächsten fünf Jahren dürfte es schon jedes zweite Projekt sein, wie die Architekten-Befragung ergab.
Bei den befragten Bauunternehmern und SHK-Installateuren hat das Thema Barrierefreiheit 2009 dagegen nur bei 15 Prozent der Wohnungsbauprojekte eine Rolle gespielt. Sie gehen allerdings davon aus, dass sich der Anteil der barrierefreien Maßnahmen an ihren Projekten im Wohnungsbau bis 2015 annähernd verdoppeln wird.
Für die Branchenstudie, die auch viele andere Themenbereiche umfasst, hat BauInfoConsult über 2.000 Interviews mit Architekten, Bauunternehmern, SHK-Installateuren, Trockenbauunternehmen, privaten Bauherren und Herstellern der Bau- und Installationsbranche geführt.
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+++ EU will Qualität von Energieausweisen steigern – dena sieht sich gut aufgestellt +++
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) sieht der am 18. Mai vom Europäischen Parlament verabschiedete Novelle der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD - Energy Performance of Buildings Directive) gelassen entgegen. Die EU will damit u.a. die Qualität von Energieausweisen für Gebäude deutlich steigern. Die dena weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sie bereits 2008 ein Qualitätssicherungssystem für Energieausweise eingeführt habe: Dieses dena-Gütesiegel erfülle die neuen EU-Anforderungen zum großen Teil und sei damit ein gutes Vorbild für die Umsetzung der EU-Novelle in Deutschland“, so Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. Da es auf dem Markt viele mangelhafte Energieausweis-Angebote gebe, sei die Verschärfung der Anforderungen durch die EU „ein wichtiges Signal für mehr Qualität".
Konkrete Vorgaben der novellierten EU-Gebäuderichtlinie sind:
- Einführung eines unabhängigen Kontrollsystems, u.a. mit Stichproben der ausgestellten Energieausweise.
- Künftige Energieausweise müssen zwei Maßnahmenpakete mit Hinweisen zur Umsetzung enthalten, eines für eine umfassende energetische Sanierung und eines für eine Modernisierung von einzelnen Bauteilen.
- Eine öffentlich zugängliche Liste der Energieausweisaussteller.
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